Fremdenverkehr in Europa
Durch das Vereinigte Europa haben sich auch für den Tourismus völlig neue Chancen ergeben. Zum einen brachte der Wegfall der verschiedenen Währungen erhebliche Vorteile für den gesamten Tourismusbereich, andererseits fielen durch das Schengener Abkommen die stationären Grenzkontrollen weg, wodurch sich die Wartezeiten beim Einreiseverkehr in das jeweilige Urlaubsland erheblich verkürzten.
Diese Erleichterungen im Reiseverkehr führten zu einem kontinuierlichen Anstieg der Übernachtungszahlen innerhalb der EU-Staaten. Vor allem auch die früheren Oststaaten wie Polen, Tschechien oder die Slowakei profitieren davon in nicht unerheblichem Maße.
Tourismus und Reisen in bedeutet für viele grenzenlose Freiheit und niemand ist mehr beschränkt auf bestimmte Urlaubsziele. Angefangen von den nördlichen Ländern wie Schweden, Dänemark und Norwegen, die gerade einen ungeheuren Boom verzeichnen können bis hin zum europäischen Süden, welcher mit Spanien und Italien nach wie vor ganz oben steht in der Favoritenliste der Urlauber, kann das Reiseland Europa alle Bereiche abdecken. Egal ob der klassische Sonnenurlaub, die Städte- oder die Entdeckerreise, oder auch die Last Minute Reisen, Europa bietet für jeden etwas.
Gleichzeitig mit dieser grenzenlosen Freiheit sind jedoch auch Risiken verbunden, denn die Krise Griechenlands zeigt, dass durch wirtschaftliche oder politische Unruhen in einem Land der Tourismus sehr schnell einbrechen kann. Griechenland verspürt dies momentan sehr stark, denn die Buchungen in dieses einstige Urlaubs-Traumland gehen vehement zurück. So werden beispielsweise Last Minute Reisen nach Griechenland in einer Preiskategorie angeboten, die früher nicht einmal denkbar.
Die Öffnung Kroatiens für den Tourismus
Kroatien als ehemaliges Land der Jugoslawischen Föderativen Republik liebäugelt bereits seit Jahren damit, der EU beizutreten. Schon in den 90er Jahren öffnete sich Kroatien dem Tourismus aus Europa und baute auch Hotels , Ferienhäuser und restaurierte Räume, um eine Vielzahl gastlicher Ferienwohnungen zu schaffen. Seitdem Bulgarien und Rumänien im Jahre 2007 der EU beigetreten sind, schien der Beitritt auch der West-Balkan Staaten nahe gerückt zu sein. Ein noch nicht geklärter Streit in Grenzfragen zwischen Slowenien und Kroatien blockierte allerdings noch einmal 2009 den Beitritt Kroatiens. Nachdem es am 11. September 2009 zu einem Kompromiss im Grenzkonflikt kam, wurden die Beitrittsverhandlungen wieder aufgenommen.
Nachdem die Slowakei als Land der Euro-Zone, das sogar schon den Euro als Währung hat nun jüngst sich auch an der finanziellen Unterstützung Griechenlands mit über 800 Millionen Euro beteiligen soll und Tschechien froh ist, der Euro Zone noch nicht beigetreten zu sein, bleibt abzuwarten, wie das auch nicht gerade reiche Land Kroatien sich weiter verhalten wird. Auf jeden Fall ist Kroatien und seine Bevölkerung der EU und den anderen Nationalitäten Europas besonders aufgeschlossen und tut viel dafür, sich auch westeuropäischen Lebensgewohnheiten und Standards anzunähern.
Es öffnet sich touristisch weit für den Fremdenverkehr. In den letzten Jahren wird besonders viel getan für den Tourismus aus Europa. Es werden weiterhin schöne, neuer Hotels und Ferienwohnungen nach modernstem Standard gebaut und restauriert. Besonders gefragt ist bei den Westeuropäern ein Urlaub auf einer der vielen wunderschönen kleinen Inseln in der Adria wie Krk, Rab oder Vis. Immer mehr kleine Hotels und Betreiber von Ferienwohnungen ermöglichen europäischen Urlaubern in Kroatien einen unvergesslich schönen Urlaub. Wer dabei europäischen Standard sucht, findet ihn bestimmt in seiner gebuchten preisgünstigen Ferienwohnung in Kroatien. Sogar historische Siedlungen und Häuser aus Feldsteinen sind zu einzigartigen Ferienhäuser umgestaltet.



Der Vertrag von Lissabon ist nach jahrelangen Verhandlungen auf EU Ebene am 1. September 2009 endlich in Kraft getreten. Die 27 Mitgliedstaaten der EU haben nach umfangreichen Diskussionen nach und nach zugestimmt und die unterschriebenen Verträge in Rom hinterlegt.